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Am Rothsee alles über die Natur lernen

Umweltstation geht von einem „ganzheitlichen Ansatz“ aus - 02.12. 22:49 Uhr

HEUBERG  - Die LBV-Umweltstation am Rothsee nimmt Konturen an. Mit der Eröffnung wird im Mai gerechnet.

 
Am Rothsee wird im Mai kommenden Jahres eine Umweltstation entstehen.

Dank der intensiven Zusammenarbeit zwischen dem Zweckverband Rothsee als Bauherr, dem LBV als Träger und den Behinderteneinrichtungen der Regens-Wagner-Stiftung und der Rummelsberger Anstalten als Kooperationspartner entsteht am Ufer des Rothsees eine Umweltstation, die einmalig in ihrer Art ist.

Neben dem ovalen Gebäude, welches als zentrale Anlaufstelle dienen wird, entsteht auf der kleinen Halbinsel am Seezentrum Heuberg ein Außengelände, auf dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam zu Themen wie Wasser, Sand, Klima oder Biodiversität arbeiten können. Gebäude und Außenanlagen werden komplett behindertengerecht gestaltet, so dass die Station für alle Besuchergruppen erleb- und erfahrbar werden wird.

Kreisbaumeister Ralph Möllenkamp untermauerte seinen Bericht zum aktuellen Stand der Baumaßnahme mit einigen Lichtbildern. Das Gebäude steht bereits, und auch die Außenanlagen mit einer Dünenlandschaft und dem Grünen Klassenzimmer sind auf den Fotos, die allerdings vor dem Wintereinbruch gemacht wurden, deutlich zu erkennen.

Umweltpädagogik mit spielerischen Mitteln zu vermitteln, ist das Anliegen der Initiatoren. Knapp über eine Million Euro kostet das Projekt, das einmal als Ganzjahresbetrieb laufen soll. Der Löwenanteil der Kosten wird über Fördermittel abgedeckt.

Geplant ist ferner, das Projekt zu vernetzen. So soll die künftige Um-weltstation mit der regionalen Verkehrsinfrastruktur (Bahnhöfe Allersberg, Hilpoltstein, Eckersmühlen) sowie den örtlichen Freizeiteinrichtungen (Heckenlehrpfad, Fischlehrpfad und andere mehr) verbunden und gemeinsam präsentiert werden. Entsprechende Broschüren, interaktive Hinweistafeln und Schilder sollen über die Naturerlebnisangebote rund um den Rothsee, aber auch im gesamten Landkreis, informieren. Kooperationspartner ist hier der Verein „Erlebenswelt Roth“.

Die Gesamtkosten bezifferte Möllenkamp im Zweckverband auf 54000 Euro. Der Eigenanteil des Zweckverbandes beträgt demnach 21500 Euro. Landrat Herbert Eckstein sprach zusammenfassend von einem „ganzheitlichen Ansatz, der echte Akzente setzt“.

DerZweckverbandsgeschäftsführer Walter Rubenbauer dankte den Wirten am Rothsee für ihr Engagement das ganze Jahr hindurch und sprach von einer „sehr guten und äußerst leistungsfähigen Gastronomie, die noch dazu auf hohem Niveau steht“.

Schließlich hob Rubenbauer noch zu einer Medienschelte an. Wenn von Algenpest im Seeland berichtet werde, komme dies in der Berichterstattung einiger Medien so rüber, dass man meinen könnte, das gesamte Seenland sei davon betroffen. Mitnichten, bekräftigte Rubenbauer und sprach davon, dass der Rothsee sich bislang stets durch hervorragende Wasserqualität ausgezeichnet habe. Rubenbauer: „Von einer Algenpest war der Rothsee zu keiner Zeit betroffen“.

Die Erneuerung der Maschinen- und Elektrotechnik für das pneumatische Pumpwerk in Heuberg wird voraussichtlich rund 45000 Euro kosten. Dies war jedenfalls das günstigste Angebot bei der Submission. Der Auftrag ging an die Scharrer-Tec GmbH in Neukirchen. Ebenfalls dringend erneuert werden muss die Schaltanlage im Pumpwerk Birkach. Nach ersten Schätzungen werden hierfür rund 60000 Euro fällig. Die Ausschreibung steht kurz davor.

Da die nächste Zweckverbandssitzung erst im März 2011 stattfindet, wurde der Zweckverbandsvorsitzende ermächtigt, allein über die Vergabe der Schalteinrichtung entscheiden zu dürfen.